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Wehen veratmen: so hilft dir die Atmung unter der Geburt
Ruhiges, bewusstes Atmen kann den Wehenschmerz lindern und dir Halt geben. Hier erfährst du, worauf es in den einzelnen Phasen ankommt und wie du schon vorher üben kannst.
Zuletzt geprüft am 27. Oktober 2026
Warum die Atmung hilft
Lange, tiefe Atemzüge in der Wehenpause können den Kreislauf aus Anspannung, Angst und Schmerz unterbrechen. Eine langsame, bewusste Ausatmung beugt Hyperventilation und Verkrampfungen vor. Und ein lockerer Mund beim Ausatmen hilft, auch den Beckenboden zu entspannen.
In der Eröffnungsphase
Die Wehen kommen anfangs etwa alle zehn Minuten, später alle zwei bis drei Minuten. Atme ruhig und tief durch die Nase ein und lass die Luft locker durch den leicht geöffneten Mund ausströmen. Lange Töne wie „Oh“ oder „Ah“ beim Ausatmen helfen vielen Frauen, im Rhythmus zu bleiben.
In der Übergangsphase
Die Wehen werden häufiger und stärker. Versuch, so gleichmäßig wie möglich weiterzuatmen. Schnelles, flaches Hecheln solltest du vermeiden, weil es zu Schwindel und Hyperventilation führen kann.
In der Pressphase
Atme zu Beginn der Wehe ein und lass die Luft dann locker wieder heraus. Halte die Luft nicht an: Das macht schneller müde. Innerlich mitzuzählen oder tiefe Töne helfen, den Rhythmus zu halten. Deine Hebamme leitet dich in dieser Phase an.
Schon vorher üben
- Übe ein paar Minuten am Tag: durch die Nase einatmen, die Luft lang und locker durch den Mund ausströmen lassen.
- Leg eine Hand auf den Bauch und spür, wie er sich beim Einatmen hebt.
- Probier Töne wie „Oh“ und „Ah“ aus, damit sie dir unter der Geburt vertraut sind.
- Übe mit deiner Begleitperson, damit sie dich an den Rhythmus erinnern kann.
Gut zu wissen
Atemtechniken sind ein wichtiger Teil jedes Geburtsvorbereitungskurses. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt 14 Stunden Geburtsvorbereitung bei einer Hebamme. Bei einer Risikoschwangerschaft oder gesundheitlichen Beschwerden lass dich von deiner Ärztin oder Hebamme beraten.